Glücksfresser Smartphone
Kindheit ohne Handy: Bitter nötig oder am Ziel vorbei?
Handys sind Glückskiller für Kinder und Jugendliche. Davon sind immer mehr Eltern überzeugt und plädieren für eine smartphonefreie Kindheit. Doch ist das überhaupt noch möglich und sinnvoll? Zu Besuch bei einer Familie, die genau diesen Weg geht.
«Ehrlich gesagt, ist es schon ein bisschen Scheisse.» Samuel nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn man ihn danach fragt, wie es sich als Jugendlicher ohne Smartphone lebt.
Samuel ist 14. Wie viele Jungs in seinem Alter spielt er Fussball. In seinem Verein ist er der einzige ohne eigenes Telefon. Wenn er mit seinen Fussball-Kollegen über WhatsApp kommunizieren will, kann er das nur über das Smartphone seiner Eltern tun.
Die Eltern sind keine Technologie-Gegner. Aber sie sind überzeugt: Eine Kindheit ohne Smartphone ist besser für ihren Sohn. «Wir werden das Handy mit der Zeit nicht vermeiden können. Aber im Moment ist es gesünder so – für uns als Familie und für ihn», sagt Samuels Mutter.
Sein Vater fügt gleich an: «Das Telefon klaut dir die Aufmerksamkeit. Wir können kaum noch warten, wir können uns kaum noch langweilen.» Samuel unterbricht: «Aber was ist an Langeweile gut? Warum vermisst du es, dich zu langweilen?»
Solche Handy-Diskussionen wie heute beim gemeinsamen Zivieri kommen zwischen Samuel und seinen Eltern derzeit häufig vor. Aber auch in vielen anderen Schweizer Haushalten. Der Cyber-Sorgenmonitor Schweiz von 2025 zeigt: In jeder zweiten Familie sorgen Handys für Streit und es fällt Eltern schwer, gewisse Apps zu verbieten oder die Bildschirmzeit einzuschränken.
Hier gehts zum kompletten Bericht und zum Video von «PULS».
SRF
Bericht & Video | 25.8.2025, SRF 1
Quellen: srf
